Aserbaidschan
Georgien
Armenien
Übersichtskarte
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Aserbaidschan, Georgien, Armenien
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Armenien
Armenien ist ein 29 743 km² großer Binnenstaat am Südhang des Kleinen Kaukasus in Vorderasien.
Die Fläche entspricht etwa der des Landes Brandenburg. In Armenien leben ca. 3 Millionen Menschen. Viele Armenier sind ausgewandert, weltweit leben insgesamt in den verschiedensten Regionen 10 Millionen Armenier.
In dem Gebirgsland liegen 90 % der Landesfläche über 1 000 m über dem Meeresspiegel. Genau wie in Georgien erwarteten uns nach dem Grenzübertritt eine neue Reiseleiterin und ein armensicher Busfahrer.
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Unser erstes highlight in Armenien war das Kloster Haghpat (armenisch Հաղպատավանք Haghpatawank) in der Provinz Lori im Norden Armeniens. Da das im 10.Jahrhundert gegründete Kloster der Armenischen Apostolischen Kirche nie zerstört wurde, stellt es original die mittelalterliche armenische Architektur dar.
Seit 2000 zählt das Kloster gemeinsam mit dem vier Kilometer entfernten Kloster Sanahin zu UNESCO Weltkulturerbe.
Das Kloster ist von einer Ringmauer mit Rundtürmen umgeben. Durch zwei Tore gelangt man in das Klosterinnere, das aus acht Gebäuden besteht. Mittelpunkt ist die Surb Nschan-Kirche (Heiligkreuz-Kirche).
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Der Platz der Republik ist der zentrale Platz der Hauptstadt Jerevan und wird auch als „Stadtplatz“ bezeichnet.
Von 1924 bis 1991 hieß er Leninplatz, auf dem bis zur Unabhängigkeit 1991 eine Leninstatue thronte.
Der großzügige zweigeteilte Platz ist von fünf Hauptgebäuden umsäumt. Sie wurden im neoklassizistischen Stil aus pinkem und gelbem Tuffgestein errichtet.
Zu den Hauptgebäuden am Platz zählen die Kunstgalerie und die Regierungsgebäude 1 und 2.
Das Regierungsgebäude 1 wurde 1941, das Regierungsgebäude 2 1955 fertiggestellt.
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Mutter Armenien, Jerevan
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Hügel im Siegespark, Jerevan
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Das 51 m hohe Monument steht auf einem Hügel im Siegespark. Es ist ein Komplex aus Militärmuseum, dem Grabmal des unbekannten Soldaten und der 24 m großen Statue Mutter Armenien. Sie steht auf dem Sockel, in dem sich auf fünf Etagen seit der Stalinzeit das Militärmuseum befindet. In jener Zeit stand auf dem bereits damals begehbaren Sockel die Statue von Stalin, die 1962 abgebaut und durch die heutige ersetzt wurde. Mutter Armenien wird als heroisch wirkende Frau dargestellt, die über das Land wacht. Das Militärmuseum besuchten wir nicht.
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Matenadaran, Jerevan
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im Matenadaran, Jerevan
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Matenadaran bedeutet Bibliothek und ist das Zentralarchiv für alte armenische Handschriften. Der größte Bestand stammt von der armenisch-apostolischen Kirche in Etschmiadsin. Seit 1939 befindet er sich in Jerewan und seit dem Ende der 1950ger Jahre in dem von Mark Grigoryan errichteten Gebäude im typisch neo-armenischen Baustil. Das Museum beeindruckte uns sehr, und durch die kompetente Führung einer Fachkraft wurde uns sehr viel über die verwendeten Materialien und die verschiedenen Farben aus unterschiedlichen Zeitepochen sowie die Entwicklung der Schriften nähergebracht.
Das Matenadaran befindet sich am Ende der breiten Straße „Prospekt“.
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Kaskade aus Kalkstein, Jerevan
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Blick von einer der oberen Stufen der Kaskade, Jerevan
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Die 118 m hohe Kaskade aus Kalkstein ist ein beliebter Treffpunkt im Herzen Jerewans. Man hat einen schönen Blick auf die Stadt und eventuell auf den Berg Ararat. Die Treppen im Freien sind 50 m breit. Die Kaskade besteht aus fünf Plattformen, von denen jede zum Verweilen einlädt. Man kann auch im Gebäude Rolltreppen benutzen, die zu den fünf Plattformen mit Ausstellungshallen führen. Bis zur obersten Plattform muss man 572 Stufen steigen.
Die Kaskade ist in eine gepflegte Gartenanlage mit Wasserspielen und modernen Skulpturen integriert.
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Jerevan-See mit Blick auf den großen und kleinen Ararat
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Am Abend spazierten wir ohne Gruppe zum Jerewan-See, der im Westen der Hauptstadt liegt. Der 95 Hektar große Stausee wurde 1970 fertiggestellt. Er ist bis zu 18 m tief.
Wir hatten immer wieder tolle Blicke auf den großen und kleinen Ararat. Die beiden benachbarten Berge sahen in dem Abendlicht besonders interessant aus.
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Etschmiadsin ist Sitz des Kirchenoberhaupts – des Katholikos.
Die Hauptkathedrale ist ein Meisterwerk früher armenischer Baukunst und wurde vom Heiligen Gregor errichtet. Sie ist die älteste Kreuzkuppelkirche der Welt.
Im 17. Jahrhundert erfolgte eine vollständige Restaurierung der Kirche, und seit dem Jahr 2000 zählt sie zum UNESCO Welterbe.
Die Kathedrale sieht von außen schlicht aus. Die Fresken im Inneren stammen aus dem Jahr 1720. Der Glockenturm wurde von 1653 bis 1658 erbaut.
Die gesamte Klosteranlage Etschmiadsin ist auch heute ein bedeutendes Zentrum für die Gläubigen in Armenien und ein Highlight für Besucher.
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Von der weiten Araratebene sahen wir den beeindruckenden Großen Ararat. Er ist ein ruhender Vulkan im Armenischen Hochland in Ostanatolien in der Türkei an der Grenze zu Armenien. Mit 5.137 m ist er der höchste Berg der Türkei.
Er ist nicht nur ein Berg, sondern ein Symbol für die Geschichte Armeniens, obwohl er geographisch heute
nicht mehr zu Armenien gehört. Der Berg hat beeindruckende Doppelgipfel, seine höchste Spitze ist 5 137
Meter hoch. Der heilige Ararat ist von großer religiöser Bedeutung und ist deshalb für viele Christen, natürlich auch für die
Armenische Apostolische Kirche, ein heiliger Ort.
Unser nächstes Ziel - das Kloster Chor Virab - ist bereits zu sehen.
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Das Kloster Chor Virab gilt als Symbol für die Verbreitung des christlichen Glaubens und diente als Aufenthaltsort von Gregor dem Erleuchter. Seit dem 17. Jahrhundert befindet sich das Kloster Chor Virab an diesem heiligen Ort. Das Kloster wurde aus rosfarbenem Kalkstein gebaut.
Vom Kloster und ganz besonders vom Gipfelkreuz an der höchsten Stelle hat man einen spektakulären Blick
auf den Großen und auch den Kleinen Ararat.
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Am Ende der Schlucht des Amaghu steht seit dem 13.Jahrhundert das Kloster Norawank in malerischer
Kulisse. Die Schlucht liegt etwa 80 km von Jerewan entfernt und ist für ihre ziegelroten Klippen bekannt.
Das Kloster entstand bereits im 9. Jahrhundert, nach einem Erdbeben in der Region wurde es im 13.
Jahrhundert erneuert und erweitert.
Die in Sandsteinblöcke des armenischen Hochlands geschlagene Kreuzsteine (Chatschkare) gehören seit
der Spätantike zur armenischen Kultur. Als Andachtssteine versinnbildlichen die Kreuzsteine die christliche
Hoffnung, gelten als Beschützer von Kirchen und der Natur und dienten erst in zweiter Linie als Grabsteine.
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Höhlenkloster Geghard
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der heidnische Tempelkomplex Garni
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Das Höhlenkloster Geghard liegt im Osten Armeniens in einer Schlucht am Oberlauf des Flusses Azat. Das im 4. Jahrhundert an einem heidnischen Ort in eine Felswand geschlagene Kloster ist einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Armeniens. Gründer des Felsenklosters war der Heilige Gregor,
der Patron der Armenisch-Apostolischen Kirche.
Der heidnische Tempelkomplex Garni ist der einzige griechische Tempel in Armenien, der um das
Jahr 77 n. Chr. auf Anweisung des Königs Tiridates I. errichtet wurde. Der Tempel der typischen griechisch-
römischen Architektur zeugt von der engen Verbindung des Königs mit dem Römischen Reich und dem
damit verbundenen Einfluss der hellenistischen Kultur in Armenien.
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Mitten in der Hauptstadt Jerewan steht ein unscheinbares Haus an der Straße, bei dem man nicht vermutet
hätte, welch wunderschöner Garten sich dahinter verbirgt. In diesem Garten lernten wir einen Dudkmeister
mit seiner Frau kennen, die uns das Spiel auf der traditionellen Duduk auf eindrucksvolle Weise vermittelten.
Duduk ist ein Holzblasinstrument, das es mittlerweile in verschiedenen Größen und dadurch in verschieden
Klangvarianten gibt.
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