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Übersicht Sonne

Beobachtung der partiellen Sonnenfinsternis 2005 Oktober 3

Diese Finsternis beobachtete ich in Geesthacht. Bei Windstille und wolkenlosem Himmel waren die Beobachtungsbedingungen ideal, erst nach der Finternismitte zeigten sich einigen Wolken, die dann kurz vor Finsternisende die Sonne stark bedeckten.

Gegen 9:30 UT waren leichte Wolken kurzzeitig vor der Sonne. Zwischen 10:00 und 10:20 UT war die Sonne oft bedeckt. Danach störten Wolken nur wenig.

Mit dem Camcorder gelangen einige Fotos der bedeckten Sonne, diese Fotomontage zeigt den Verlauf der Finsternis (Zeiten in UT):



Bemerkenswert sind die beiden folgenden Fotos. Sie zeigen einen Blick in den Garten. Der Standort ist der gleiche und trotzdem sind sie sehr unterschiedlich in Beleuchtung und Farben:

09.10 UT (Finsternismitte) 10:27 UT (nach Finsternis)

Wenn die Sonne zu einem Teil vom Mond bedeckt ist, verändert sich das Licht der Sonneneinstrahlung. Weil der Bedeckungsgrad des Mondes nur sehr langsam zu- und abnimmt, passen sich die Augen den Veränderungen an. Hier hat die Kamera die Lichtverhältnisse während und nach der Finsternis erfaßt. Da ich diese Bilder kurzentschlossen aufnahm, habe ich leider keine Vergleiche, wie der automatische Weißabgleich die Aufnahmen beeinflußt hat. Ähnliche Aufnahmen anderer Beobachter sind mir auch nicht bekannt.

Die Meßwerte zeigen sehr deutlich den Einfluß der Finsternis. Von Beginn der Messungen bis zur Finsternismitte nehmen die Werte zunächst zu und dann wieder ab. Erst nach der Finsternsmitte steigen sie wieder an. Nur bei der Lufttemperatur ist es anders. Hier nehmen die Werte zwar ständig zu, doch nach dem Beginn der Finsternis erfolgt die Erwärmung merklich langsamer. Nach der Finsternismitte ist die stetige Zunahme der Erwärmung nicht ganz so deutlich, weil zeitweise Wolken die Sonne bedeckten. Die Kurven der Polynome 4. Grades sind durch rechnerische Effekte erhöht, der Verlauf (z. B. Wendepunkte) paßt jedoch gut zu den Kontaktzeiten der Finsternis. Vergleicht man die Meßwerte der Lufttemperatur zum Beispiel mit den Werten der quadratischen Anpassung (Temperaturverlauf ohne Einfluss der Finsternis), so stellt man fest, dass die Temperaturdifferentzen unter einem Grad bleiben. Dies ist auch ein Grund, weshalb partielle Sonnenfinsternisse ohne Beobachtungsmöglichkeit nicht wahrgenommen werden.

Karl-Heinz Bücke
15.10.2005